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 | Der Geistige Weg. |
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Karate-Regeln
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1. Vergiß nicht, dass die leere Hand mit einem respektvollen Gruß beginnt und respektvollen Gruß aufhört.
2. Bei der Leeren Hand gibt es kein Zuvorkommen.
3. Die Leere Hand unterstützt die Gerechtigkeit.
4. Zuerst erkenne dich selbst, dann den anderen.
5. Die Kunst des Herzen kommt vor der Technik.
6. Es ist notwendig, das Herz frei zu machen.
7. Unheil entsteht durch Nachlässigkeit.
8. Denke nicht nur im Übungsort des Weges an die Leere Hand.
9. Die Übung der Leeren Hand geht ein Leben lang.
10. Laß auf alles die Leere Hand einwirken, darin liegt der geheimnisvolle Reiz.
11. Die Leere Hand ist wie heißes Wasser, wenn man diesem nicht unaufhörlich Hitze zuführt, wird es wieder kalt.
12.Denk nicht an das Siegen; notwendig ist, nicht an das verlieren zu denken.
13.Wandle dich abhängig vom Feind.
14. Der Kampf hängt davon ab, wie man Stärken und Schwächen handhabt.
15. Betrachte die Arme und Beine des Menschen als Schwerter.
16. Wenn der Knabe durch das Tor hinausgeht, hat er hundert mal zehntausend Feinde.
17 .Das Einnehmen einer Haltung gibt es beim Anfänger, danach folgt der natürliche Körper.
18 .Übe die Formen korrekt, in wirklichen Kampf ist das eine andere Sache.
19. Vergiß nicht die Stärke und die Schwäche der Kraft, das ausdehnen und zusammenziehen des Körpers sowie die Langsamkeit und die Schnelligkeit der Technik.
20. Denke immer nach und arbeite beständig an deiner Vervollkommnung.
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Gedanken zu Funakoshis Regeln
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1. Leere Hand beginnt mit einem respektvollen Gruß(rei) und endet mit einem respektvollen Gruß.
Die erste Unterweisung bezieht sich auf die Gestaltung einer Trainingeinheit und ist durch die Grußform"rei" umzusetzen. Trainingsbeginn: Aufstellung, Kniesitz, Mokuzo, Shomen ni rei, Sensei ni rei, Rei während des Trainings: bei jedem Übungsteil , bei jeder Partner- Begegnung, Trainingsende: Shomen ni rei, Sensei ni rei, Dojoreinigung. Die Dojo-Etikette zielt auf die innere Haltung im Bezug zum Partner, Meister und Karate-Do und schließlich in Bezug zu sich selbst. Höflichkeit, Achtung, Respekt und Gehorsamkeit im Sinne von Anerkennung der Regeln und Gepflogenheiten ermöglichen den sicheren Umgang mit unbekannten Partnern, stellen gewisse Gemeinsamkeiten und Verbindlichkeiten her und hemmen unkontrollierte Aggressionen, die keinesfalls zu dulden sind. Sie bereiten das Klima vor, in dem der Sensei seine Inhalte angemessen umsetzen kann und schaffen eine Haltung und innere Aufnahmebereitschaft gegenüber den Inhalten des Karate-do. Jeder Mensch verdient Respekt. Auch der "Weg" des Anderen ist mit Toleranz zu akzeptieren.
2. Bei der Leeren Hand git es kein Zuvorkommen
Es gibt keinen ersten Angriff im Karate. Es gibt eine ethische Grundhaltung der Karateka, die ihnen den Beginn von Gewalthandlungen verbietet. Viele Karateka sehen darin die Verpflichtung, niemals bei einer ernsthaften Konfrontation einen präventiven Erstschlag zu starten. In verschiedenen Katas findet sich diese Einstellung wieder: stets mit einer Abwehrbewegung, nicht mit einem Angriff zu beginnen..
3. Die Leere Hand unterstützt die Gerechtigkeit
Mit Gerechtigkeit ist gemeint, nicht an seinen eigenen Nutzen zu denken, sondern für den Weg des Menschen sein Bestes zu geben. Wir haben aufgrund unserer Kampfkunst die Verpflichtung, den Schwächeren zu schützen und unterstützen. Dieser Schutz bezieht sich sowohl auf individuelle (etwa körperliche) Schwächen als auch auf Schwächen bezüglich der gesellschaftlichen Position.
4. Zuerst erkenne dich selbst, dann den anderen
Kenntnisse der eigenen Fähigkeiten und ihrer Grenzen sind wichtig. Die Anerkennug von Grenzen bewahrt uns vor Fehleinschätzungen. Selbsterkenntnis steht nicht am Anfang, sondern auf einer fortgeschrittenen Stufe der inneren Entwicklung. Kritische Selbsteinschätzung ist hier das zentrale Thema. Eine illusionslose Selbsterkenntnis wird gefordert, bevor man sich über andere ein Urteil bildet.
5. Die Kunst des Herzen kommt vor der Kunst der Technik
Intuition, Mut, Ehre, Ethik, Loyalität, gemeinschaftliche Verbundenheit sind die Voraussetzung zum korrekten und umfassenden Lernen. Innere Einstellung und Weiterentwicklung der Persönlichkeit sind wichtiger als die Technik im Karate. Auch der Vitalitätsaspekt im Sinne des DKV- Mottos "Karate ist Leben" klingt hier mit an.
6. Es ist notwendig, das Herz freizumachen
Das Herz ist stets von nicht endender Unruhe erfüllt. Man sollte von diesem Herzen nicht eingenommen werden und mit Gelassenheit leben. Hier wird der zenbuddhistische Einfluss am deutlichsten. Gleichzeitig wird ein kampfspezifisches Handeln erkennbar. Im übertragenen Sinne geht es darum,störende Gefühle zu minimieren oder zu überwinden. Frei bedeutet unabhängig.
7. Unheil entsteht aus Nachlässigkeit
Hier wird ein wesentlicher Faktor der zenbuddhistischen Lehre angesprochen: die Aufmerksamkeit. Die Menschen haben die Möglichkeit, durch entsprechende Vorausschau und Vorsorge Unheil abzuwenden oder abzumildern. Oft hat das Unerwartete katastrophale Auswirkungen. Dies gilt auch für die Kampfkünste. Dort wird viel Wert auf hochkonzentrierte Aufmerksamkeit (Zanshin) gelegt. Durch die Hingabe an den Weg und die Übung werden Fehler und Halbherzigkeit vermieden. Unachtsamkeit kann zu Unfällen führen, oberflächlicher Umgang mit Mitmenschen zu Missverständnissen. Beides gilt es zu vermeiden.
8. Denke nicht nur im Übungsort des Weges (Dojo) an die Leere Hand
"Sich bemühen ohne Unterschied, ob die Sonne scheint oder Schatten herrscht." Jemand, der den Weg der Leeren Hand geht, begreift den Unterricht nicht nur für einige Stunden am Tag im Übungsort, sondern behält die Haltung des Herzen der Leeren Hand auch im täglichen Leben. Wenn man die gesamte tagtägliche Beschäftigung als eine Ausbildung des Leibes und die Formung des Geistes betrachtet, gibt es weder Unzufriedenheit noch Unausgefülltsein. Wenn das Ziel die Vervollkommnung des Charakters sein soll, muss es in jeder Lebenssituation angestrebt werden. Wir sollten alles im täglichen Leben als Weg der Übung begreifen.
9. Die Übung der Leeren Hand geht ein Leben lang
Das große Ziel der Vollendung der Persönlichkeit kann nicht in kurzer Zeit erreicht werden, hier gibt es den Bezug zur Zenweisheit "Der Weg ist das Ziel". Der Übende bleibt stets ein Schüler. Er übt nicht nur Karate ein Leben lang, er bereift das Leben als einen Akt der Schulung. Vervollkommnung ist nie beendet. Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
10. Lass auf alles die Leere Hand einwirken,darin liegt der geheimnisvolle Reiz Es gibt Beispiele alltäglichen Verhaltens, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um nicht verletzt zu werden oder beim Angriff richtig zu reagieren. Es ist sicherlich falsch, eine ängstliche Haltung zu entwickeln, in Alltagssituationen misstrauisch zu sein oder überall eine Gefahr zu sehen. Es ist durchaus sinnvoll, das Bewusstsein für eigenes Tun und Lassen sowie für die jeweilige Situation zu schärfen und auf hohem Niveau zu halten. Dies ist im Einklang mit der allgemeinen ZEN-Lehre, dem alltäglichen Tun die volle Hingabe zu schenken und eine freundliche Aufmerksamkeit auch den kleinen Dingen des Lebens zu widmen. Somit wird die Vorsorge auf einen Überraschungsangriff ein Nebeneffekt. Die Aufmerksamkeit ermöglicht uns ein intensiveres Leben. Man soll sich freimachen von Vor-Urteilen aller Art und sie dadurch überwinden. Trainingserfahrungen sind auf andere Lebenserfahrungen zu übertragen.
11.Die Leere Hand ist wie heißes Wasser: Wenn man diesem nicht unaufhörlich Hitze zuführt,wird es wieder kalt
Hier werden gleich mehrere Ebene angesprochen. Es ist richtig, dass man nach langjährigen regelmäßigen Übungen Fähigkeiten entwickelt, durch die gelernten Bewegungen eine Kampfsituation positiv zu beinflussen. Ein Unterbrechen des Trainingsprozesses führt relativ schnell zum Abflachen des Niveaus und zu einer Verschlechterung der Effektivität. Lässt man bei einem Geringerwerden der Begeisterung auch mit seinen Trainingsbemühungen nach,kühlt sich die Begeisterung meist noch weiter ab. Je länger die Trainingspause, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg.Auf geistiger Ebene kann ein Nachlassen der Übungsbemühungen sehr schnell die durch Training erworbene Wachheit und Konzentration verringern. Nur durch ständiges energievolles Üben kann eine brennende Begeisterung den Übungsprozess vorantreiben. Geist ist wie Wasser: Klarheit ,Ruhe und auch sprudelnde begeisternde Aktivität. Es geht um Beständigkeit beim Training, neue Inhalte und Trainingsformen, kritische Selbstkontrolle und darum, ständig neue Energie zu entwickeln.
12. Denke nicht an das Siegen; notwendig ist , nicht an das Verlieren zu denken
Man sollte die Vordergündigkeit der sportlichen Siege überdenken und an den eigentlichen Inhalt des DO denken. Wenn man an eine ernsthafte Auseinandersetzung denkt, etwa an einen Kampf um Leben und Tod, liegen zwischen Sieg und Niederlage Welten. Man sollte niemals einen Gegner unterschätzen. Eine Orientierung auf einen scheinbar nahe liegenden Sieg kann die kämpferische Aufmerksamkeit trüben und fatale Folgen haben. Es ist aber auch wichtig, das eigene Selbstbewusstsein nicht durch Gedanken an eine Niederlage zu untergraben. Eine konzentrierte Betrachtung der realen Situation ist "notwendig", um eine dementsprechende richtige Handlung zu ermöglichen. Gedanken schränken ein. Es gilt, den Geist in Absichtslosigkeit frei zu machen.
13. Wandle Dich abhängig vom Feind
In der Konfrontation mit sehr unterschiedlichen Gegnern kann man nicht immer mit den gleichen Methoden siegen. Jede Situation und insbesondere jede Kampfsituation hat ihre besonderen Anforderungen und kann nur mit lebendigem und in hohem Maße angepasstem Verhalten bewältigt werden. Hier wird eine große Flexibilität gefordert. Man muss sich an die jeweilige Situation anpassen und auch Strategien sind differenziert anzuwenden.
14. Der Kampf hängt davon ab,wie man Stärken und Schwächen handhabt
Hier stellt sich die Frage welche Stärken und Schwächen gemeint sind. Es sind alle vermutlich alle Aspekte die füe den Kampf wichtig sind. Das wären erst einmal die eigenen: geistigen, emotionallen und physischen Stärken und Schwächen. Gleiches gilt auch für den Gegner das müssen wir beachten. Als nächstes kommt es auch auf die Kampfkunst und deren Methodik, Taktik und Strategie an. Das könnte auch ein hinweiß sein auf Stärke (jiyu - wörtlich - Wirklichkeit, Wahrheit, Bereitschaft, Vorbereitung) sein. Schwäche (kyo - wörtlich - leer, falsch, mangelnde Bereitschaft , mangelnde Vorbereitung) sein. Der Kampf hängt davon ab wie man Yin und Yang handhabt. (Härte und Nachgibigkeit, Geschlossebheit und Offenheit, Planung und Spontanität. Kein Mensch ist nur Stark oder nur Schwach. Keine Kampfmethode ist perfekt. Das handeln setzt sich zusammen aus genauer Wahrnehmung, vorrausschauendem Denke und spontanem Fühlen und der richtigen Intuition. Dazu berafs es einer guten Anleitung, langjährigem Üben und dierichtige innere Einstellung.
15. Betrachte die Arme und Beine des Menschen als Schwerter
Hier wird die Ernsthaftigkeit eines Kampfes mit den Mitteln des Karate unterstrichen : Arme und Beine sind nicht einfach nur Arme und Beine sondern können gefährliche Waffen sein. Einerseits sollte durch dies feststellung der Gegner nicht unterschätzt werden. Andererseits sollten wir uns bewusst manchen über welche Bewaffnung wir verfügen. Dort steckt auch ein enormes Verantwortungsbewusst sein. Auch ein Übungskampf bekommt eine größere Ernstahaftigkeit. Der Karateka wird ermahnt ein grösseres Gewicht auf Deckung und Abwehrtechniken zu legen. Ein Kämpfer mit einerschwertählichen wirksamkeit seiner Arme uns Beine ist trotzdem nicht unübersigbar. Es erfordert mehr und Mut und Entschlossenheit so eine Konfrontation zu überstehen. Auch hier ist letztlich eine angemessene geistige Einstellung gefordert.
16. Wenn der Knabe durch das Tor hinausgeht, hat er hundert mal zehntausend Feinde
Zuerst scheint das ein Rätsel zu sein, was für ein Knabe ist gemeint ? Welches Tor ? Was für Feinde ? Und vor allem warum ? So viele Feinde kann ein Knabe doch gar nicht besiegen. Durch das Tor zu gehen bedeutet Gefahr, die Alternative könnte sein nicht durch das Tor zu gehen. Im realen Leben entspricht das dem Gang der Dinge das ein Knabe durch das Tor geht. Hinaus in die Welt um sein Glück zu suchen. Es könnte also eine innere Ausrichtung , eine bestimmte Lehre, eine Haltung der Sammlung und Konzentration gemeint sein. Es gilt diese nicht zu verlassen sonst droht eine Niederlage. Die Aussage weist auch auf eine Reifevorgang hin. Der Knabe wird zum Mann, der Anfänger zum Könner , der Schüler zum Meister. Es ist ein Vorgang der angestrebt wird und gewollt ist. Es ist ein Vorgang, der gerade zu erfolgen muß. Es ist ein Akt, der uns wesentlich mehr Freiheit und Selbstständigkeit ermöglicht. Gleichzeitig wird auf unzählige Gefahren hingewiesen, auf neue Gesetze die hier das Leben bestimmen. Ein junge Meister sollte in der Beibehaltung von Konzentration, Mut, Bescheidenheit, Aufmerksamkeit ermuntert werden. Er soll aber auch vor schädlichen Einflüssen des Lebens gewarnt werden. Beachtet er das nicht lauern viele Feinde nicht in seinem äußeren Umfeld sondern in seinem Inneren. Verlässt er das Behütete Bekannte um "auf seine eigenen Beinen zu stehen" wird er mit Herausforderungen , Unbekanntem , Neuem , Unwegbarkeiten und Problemen (Feinden) konfrontiert. Das erfordert Entscheidungsfreudigkeit, Fähigkeit Situationen zu erkennen und einschätzen zu können aber auch die Warnung nicht zu vertrauensselig zu sein. (Wachsamkeit).
17. Das Einnehmen einer Haltung gibt es beim Anfänger, danach folgt der natürliche Körper
Der erste Teil der Aussage ist leicht verständlich ein Anfänger verbringt viel Zeit mit Haltung , Bewegung und den Formen bis er sich die entsprechende Motorik angeeignet hat. Der zweite Teil der Aussage hat mehrere deutungen. Durch das Karatetraining werden natürliche Formen freigelegt die vorher durch mangelnde Bewegung und falsche Lebensweise unzureichend entwickelt waren. Karatebewegungen eines Könners können in die Alltagmotorik so intergriert werden das er sie jederzeit in großer Spontanität darüber verfügen kann. Auf sehr hohen Stufe das natürlich motorische Alltagsverhalten des Körpers ausreicht um angemessen und effektiv Karate zu betreiben oder mit einem Angriff zurecht zu kommen. Kampfsituationen werden nicht mehr in festgelegten Formen betrachtet sondern werden so bewältigt wie sie sich ergeben: Spontan , angemessen , präzise und effektiv. Das kann man auch auf die geistige Haltung übertragen jeder hat schon mal Erfahrungen gemacht ,das man durch Überraschtheit , Wut , Ärger oder sonstige Hemmungen blockiert ist. Deshalb unzureichend reagieren kann. Mit Haltung ist sowohl ein kopfgesteuertes Üben und Praktizieren des Karate gemeint. Kopf und Körper sind noch getrennt. Mit dem Üben entsteht eine entsprechende Einheit.
18. Übe die Formen (Kata) korrekt, im wirklichen Kampf ist das eine andere Sache In dieser Aussage werden wir auf zwei wesentlichen Elemente des Karate hingewiesen. zunächst einmal auf das Üben der Formen aber auch der Hinweis die Formen korrekt zu üben. Dies setzt vorraus das man einen kompetenten Lehrer hat. Wichitg ist der Hinweis dass man die Kata nicht verändern soll damit man auch den Zugang zu der Tradition des Karate erhält. Andersrum wird hier auch auf den wirklichen Kampf hingewiesen (Jissen Kumite) hier steht die Orientierung auf den Gegener und dessen Verhalten im Vordergrund nicht die Pflege der überlieferungen. Ein Loslösen von den Formen gefordert.Der Kampf hält sich an keine Form er ist völlig frei. Gleichzeitig ist hier der Hinweis auf das Üben der Bunkai in der Kata.
19. Vergiss nicht die Stärke und die Schwäche der Kraft,das Ausdehnen und Zusammenziehen des Körpers sowie die Langsamkeit und Schnelligkeit der Technik
Energetische Dimension
Räumliche (Körperliche) Dimension Zeitliche (Technikspezifische) Dimension
Es sind hier zwei Aspekte der "Kraft" der Energie nach Auffassung von Ying und Yang gemeint. Eine aufnehmende Kraft die "Schwache" hat den gleichen Stellenwert wie die nach Aussengerichtete "Starke" Kraft. In der Karatepraxis dürfen wir das nicht vergessen. Ying und Yang drücken sich im Verhältnis von Spannung - Entspannung,Schnell - Langsam usw. aus. Nicht nur die schnellen Techniken sind wichtig auch die Langsamen Techniken habe eine große Bedeutung z.B. in der Grundschule ist eine langsame Technikausführung zum erlernen einer genauen Bewegung wichtig. In der Kata sind langsame Techniken wichtig für Konzentration und Meditation. Im Kumite wäre eine langsame Technik zum verschleiern,erkunden und Fühlen (Kakie) wichtig. Auch kämpferischen Elemente von Angriff (Ausdehnung) und Verteidigung (Zusammenziehen) klingen hier an.
20. Denke immer nach,und arbeite beständig an deiner Vervollkommnung
Hier wird eine der Wichtigsten Fähigkeiten des Menschen angesprochen das Denken. Das Denken wird ständig eingefordert, Denken und Handeln sollen stehts im Einklang sein. Die Entwicklung eröffnet uns neue Horizonte. Das Denken soll nicht nur abstrackt sein es soll in unser Leben intergriert werden. Die körperlichen Übungen und die Arbeit an sich selbst soll zu einer Vervolkommnung führen. Diese Arbeit sollte geprägt sein von Ausdauer und Beständigkeit.
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